|  |  |  |  |  |  |  |  | | Agentur für Medien, Touristik und Vertrieb | | | | Ausflugsführer Mecklenburgische Seenplatte, Uckermark und das nördliche Ruppiner Land
Vorwort - Land und Leute (ungekürzte Version – im Buch aus Platzgründen nur Kurzform) | | | |  | | | Breiter Luzin Einkehr | | | | Dieser Ausflugsführer umfasst das „Land der 1000 Seen“
zwischen Schwerin im Westen und der Oder im Osten. Dazu zählen in Mecklenburg – Vorpommern das Sternberger Seenland, die Mecklenburgische Schweiz, die Müritz – Region, die Neustrelitzer Kleinseenplatte und die Feldberger Seenlandschaft. Im Osten schließt dann die Uckermark an, im Süden das nördliche Ruppiner Land, beide schon zu Brandenburg gehörig. Der westliche Teil ist noch Tagesausflugsziel der Hamburger und der südliche war schon immer das Ziel der Berliner Bevölkerung. Nicht
nur mit dem Auto oder der Bahn ist die Anreise möglich, nein auch per Schiff auf durchgehenden Wasserstraßen von Hamburg oder Berlin. Den Besucher erwartet eine Region mit viel Wasser, nämlich unendlich vielen großen und kleinen Seen, Flüssen, darunter Elde, Warnow, Peene, Havel und Oder, großen Waldgebieten und ausgedehnten Rapsfeldern, die besonders im Frühjahr Besucher von weither anziehen. Und wo findet man sonst noch größere Klatschmohnfelder? Es ist eine
Naturlandschaft mit kilometerlangen Baumalleen und zahlreichen Großschutzgebieten, in der man kaum Industrie findet und die extrem dünn besiedelt ist, sodass Vergleiche zu Skandinavien durchaus angebracht sind. Die Landschaft ist nicht nur flach. Wenngleich die höchsten Erhebungen gerade mal über 100 Höhenmeter liegen, hat die Eiszeit mit etlichen Buckeln doch für viel Abwechslung gesorgt. In diese Naturlandschaft sind immer wieder reizvolle Städte eingebettet. Nach der Wende wurden
die meisten Innenstädte aufwendig saniert und alte Baudenkmäler restauriert. Ein anderes Juwel sind die vielen alten Schlösser und Herrenhäuser, von denen nicht wenige in attraktive Hotels umgewandelt wurden. Dennoch gibt es vereinzelt auch immer noch unschöne Ruinen aus der DDR – Vergangenheit oder ehemals militärisch genutzte Sperrgebiete. Der Tourismus hat hier heute einen hohen Stellenwert, dennoch gibt es noch immer größere Unterschiede in der touristischen Infrastruktur. Der Mecklenburger wird gern als gradliniger und eher wortkarger Mensch beschrieben, dennoch ist auch er von der Geschichte her ein Mischling. Als erstes siedelten slawische Stämme in Mecklenburg, später kamen Siedler aus Holstein, Friesland, Niedersachsen und Westfalen hinzu, die die niederdeutsche Sprache, das Platt mitbrachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen schließlich Flüchtlinge aus Preußen und Pommern zu. Man spricht in Mecklenburg – Vorpommern ein klar
verständliches, aber breites Hochdeutsch, und so wird bei den Einheimischen von „Meecklenburg“ wie in Beethoven gesprochen. Doch auch das „Platt“ erlebt heute eine Renaissance, z. B. auf der Theaterbühne oder in Vereinen. Ganz anders klingt das dann schon im nördlichen Brandenburg. Je näher man an Berlin herankommt, desto deutlicher schlägt einem der Berliner Dialekt entgegen. So wird dem Berliner nachgesagt, er sei grob, zank- und selbstsüchtig, doch auch das ist eben nur
Klischee, und so nehmen wir den Ausspruch „Erst komm icke, denn komm ick noch mal, und denn kommt ne janze Weile jar nüscht…< nicht wirklich ernst und erfreuen uns der „Berliner Schnauze“ auch schon im nördlichen Brandenburg. | | | |  | | | Waren/Müritz Marktplatz | | | | Die Speisekarten zeigen Einflüsse aus Preußen, Pommern, Schweden, Dänemark und
der französischen Hugenotten. Als bodenständige Hausmannskost bietet die Küche fast überall ein reichhaltiges Angebot an Fisch, darunter Aal, Barsch, Forelle, Hecht und Zander. Auch Eintöpfe gehören seit jeher zum Speiseplan. Bekannt ist der Mecklenburger Speckkartoffelsalat, typisch sind auch Labskaus, Grützwurst oder Gänseklein. Eine Vorliebe besteht auch zu Süß – Saurem. So findet man beispielsweise in etlichen Hauptgerichten Backpflaumen oder Rosinen. Die aus Frankreich
stammenden Hugenotten brachten dagegen Lammgerichte mit. Kartoffeln sind schon seit Urzeiten beliebte Beilagen in Mecklenburg wie auch Brandenburg. Vermutlich weil bei den Hugenotten Knolle „Nouelle“ hieß, wurde in der Uckermark daraus die „Nudel“. Berühmt sind denn heute auch die „Uckermärkischen Nudelwochen“, wobei es dabei nicht um Teigwaren geht sondern um vielfältige Kartoffelgerichte. Viele der möglichen Freizeitaktivitäten spielen sich draußen ab,
vor allen Dingen auf oder am Wasser. Sehr beliebt sind Hausbootferien, Kanutouren und Segeln. Wer es gemütlicher haben möchte, der kann mit einem der Linienschiffe über die Seen oder auf den Flüssen kreuzen oder Angeln gehen. Auch Fahrradtouren stehen in der Beliebtheitsskala ganz oben, und auf vielen Schiffen kann das Fahrrad mitgenommen werden, sodass Kombitouren möglich sind. Viele Radwege sind in den letzten Jahren neu erbaut worden und vorzüglich ausgeschildert. Auch der Wanderer
kommt voll auf seine Kosten und findet zahlreiche markierte Wege. Reithöfe bieten Reiturlaube und Ausritte in die Umgebung an. In den Großschutzgebieten gibt es zahlreiche Informationszentren, die Ausgangspunkt für naturkundlich begleitete Exkursionen sind. Dieses Buch gibt aber auch Tipps für ganze andere Unternehmungen. Ob es um einen Ballonflug geht, eine rasante Fahrt mit einem Go – Kart oder bergab auf einer Sommerrodelbahn, Besuch bei Affen und Elefanten, die
Besteigung eines Aussichtsturms oder Erholung pur in einem Erlebnisbad oder einer Therme, die Auswahl ist riesengroß. Der Führer führt zu Sehenswürdigkeiten, nennt kulturelle Angebote, Feste und Feiern, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Zu allen Angeboten finden Sie die genauen Adressen, Öffnungszeiten, Telefon, Fax, eMail und Homepage. Diese Daten sind naturgemäß manchmal Änderungen unterworfen, und eine kleine Anfrage vorher – insbesondere in
der Vor- und Nachsaison - erspart manche Enttäuschung, auch wenn die Daten in diesem Buch mehrfach auf Richtigkeit überprüft wurden. In Mecklenburg – Vorpommern wie auch Brandenburg sind Verwaltungsreformen geplant, sodass sich die Kreisbezeichnungen nach Drucklegung ändern können oder Orte eingemeindet werden. Besonderen Dank gilt den Touristinformationen, Gemeinden, Sehenswürdigkeiten und sonstigen Institutionen, die mit Informations- oder
Bildmaterial dieses Buch unterstützt haben. Viel Freude beim Lesen, Entdecken und Erleben einer fantastischen Naturregion Deutschlands wünscht Ihnen der Autor Michael Schnelle | | |  | | | Burg Stargard | | | | <<< Zurück zur Hauptseite | |
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