| Bergverlag Rother, Ottobrunn bei München Rudolf Rother sen. legte 1920 den Grundstein für den ältesten und noch existierenden eutschsprachigen alpinen Fachverlag. Nach Anfangsschwierigkeiten wuchs dieser sprunghaft und gewann in den 20er und 30er Jahren namhafte Alpinisten als Autoren. Parallel zum Buchprogramm gab der Bergverlag die
wichtigsten Alpinzeitschriften heraus.
Der 2. Weltkrieg endete mit der Zerstörung des Verlagsgebäudes in der Landshuter Allee in München bei einem Luftangriff. Mit viel Engagement gelang es trotz mancher Widerstände schon in der Nachkriegszeit die Verlagsarbeit wieder fortzuführen. 1951 erschien der erste >Alpenvereinsführer< in einer zukunftsweisenden Buchreihe. Unzählige Führer- und Kartenwerke zu allen alpinistischen Betätigungsformen folgten. Auch Bildbände und
Gebietsmonographien wurden fortgesetzt.
Dem veränderten Freizeitverhalten und verschärften Wettbewerbsbedingungen auf dem Buchmarkt musste sich ab 1969 Rudolph Rother jun. stellen, der nach dem Todes des Firmengründers den Verlag fortführte. Es erfolgte eine Anpassung des Verlagsprogramms an neue Erfordernisse. 1985 wurde mit dem Wanderführer >Rund um die Zugspitze< der Grundstein für die inzwischen zum Markenzeichen gewordene >rote< Wanderführer-Reihe gelegt, die den
speziellen Bedürfnissen des Wanderns Rechnung trägt. Wenig später erfuhr der Verlag eine einschneidende Zäsur. So wurden die Versandbuchhandlung, die Zeitschrift >Bergwelt< und die hauseigene Druckerei verkauft. 1990 endete die Ära des Bergverlages als Familienunternehmen mit dem Verkauf des Verlages an das traditionsreiche österreichische Verlags- und Karthographieunternehmen Freytag-Berndt & Artaria, Wien. |