 | Sehenswürdigkeiten: In Schlettau das bis ins 12. Jh. zurückreichende Schloss, ferner die Stadtkirche St. Ulrich (15. Jh.), eine dreischiffige Hallenkirche mit Kreuzgewölbechor und barockem Turm von 1723, am
Scheibenberg das Naturdenkmal „Orgelpfeifen“ und in Scheibenberg Ort oberhalb des Marktes die Kirche (16. Jh.) mit einem Schnitzaltar sowie im 2 km westwärts gelegenen OT Oberscheibe die kleinste Privatbrauerei Sachsens, die Brauerei Fiedler (Besichtigung nach Voranmeldung).
Kurzvariante: Von Scheibenberg Ort direkt zurück auf dem Weg „EB“ nach Schlettau, insgesamt dann nur 2 Std. 50 Min.(rund 10 km).
Der 807m hohe Scheibenberg erhielt seinen Namen durch seine runde Form, die an eine Scheibe erinnert. Er zählt zwar nicht zu den höchsten Bergen des Erzgebirges, bietet aber von seinem 28m hohen Aussichtsturm, den man über 132 Stufen erklimmen kann, eine weite Erzgebirgsrundsicht, u.a. zum Bärenstein, Pöhlberg und Fichtelberg. Am Nordhang des Berges befinden sich die sogenannten Orgelpfeifen. Das sind bis 40m hohe eindrucksvolle Basaltsäulen vulkanischen
Ursprungs und in der Tertiärzeit entstanden. Der Ort Scheibenberg mit 2.450 Einwohnern erhielt schon 1530 Stadtrechte, erlebte Höhen und Tiefen der einstigen Silbergruben und zeitweise einen lebhaften Handel mit Spitzen. Im Bereich des quadratischen Marktplatzes finden sich zahlreiche schmucke Häuser aus früherer Zeit mit Stuckdecken und Kreuzgewölben. Auch Schlettau blickt auf eine lange Tradition als Bergbaustadt zurück und hat ihre Keimzelle in einem Kastell an der
alten Salzstraße zwischen Halle und Prag. Am Ende der Tour wartet das Schloss Schlettau auf eine Besichtigung! Als alte Grenz- und Wasserburg geht es auf das 12. Jh. zurück. Der heutige Bau stammt jedoch aus jüngerer Zeit, wurde mehrfach umgebaut und dient jetzt als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und zünftige Ritteressen. Beliebt sind auch Trauungen im alten Rittersaal. Seit 2001 findet man hier auch das Museum für Wald- und
Wildgeschichte sowie im Herrenhaus vom Schloss eine Schauwerkstatt zum alten Posamentengewerbe, eine alte Textiltechnologie zur Herstellung von Borten und Bändern, aber auch mit bunten Glasperlen bestickte, gehäkelte oder gewebte Taschen. Außerdem hat hier die Verwaltung vom Naturpark Erzgebirge/Vogtland ihren Sitz.. Romantisch ist auch der Schlosspark mit alten Linden, Tannen und Teichen sowie der Rosenpark am östlichen Ortsrand, dessen Teich
Feuchtbiotop seltener Tiere und Pflanzen ist.
Vom Markt in Schlettau, 570m, für 3 Min. südwärts neben der B 101, dann vor der alten Bahnstrecke links auf dem Kirchsteig ab, unter der Bahnbrücke durch und danach links auf einem Plattenweg leicht bergan. Schon bald erreicht man inmitten von Wiesen und Feldern auf einer Anhöhe eine einfache Schutzhütte. Man folgt der Baumallee, Scheibenberg und Bärenstein werden
sichtbar und man kommt zu einer Gabelung beim Friedhof von Walthersdorf, ½ Std. Dort rechts weiter, wie bisher auf gelber Mark., am Rand des 1367 erstmals erwähnten Waldhufendorfes auf einem Asphaltweg entlang. Am anderen Ortsende über die Scheibenberger Straße und geradeaus auf dem Güterweg weiter. Von diesem nach 1 Min. rechts ab und auf Fußweg durch schönen Wald leicht aufwärts. Bei einem Querweg links über den Bach, dann am Wald-/Wiesenrand
entlang und mittels Rechtsbogen (links Blick zum Fichtelberg) zu einem Plattenfahrweg mit Schutzhütte, 675m, 20 Min. ab Friedhof. Nach seiner Überquerung zum Waldrand am Fuß des Scheibenberges und zu einer Weggabelung am Ringweg. Hier links weiter auf schönem Waldweg zu einer Schutzhütte mit Fichtelberg-Blick, ¼ Std. ab Plattenfahrweg. Geradeaus auf romantischem Waldgrasweg weiter, bis man auf den „Bergrundgang“ trifft, hier links, dann 2 Min. später gemäß
Ausschilderung rechts stärker bergauf. Noch vor Erreichen der Autostraße rechts auf dem „Oberen Bergrundgang“ weiter. Über Treppenstufen aufwärts zum Ottomar-Zahm-Steig, der vom damals Arbeitslosen 1931-34 mühsam im unwegsamen Basaltblockmeer angelegt wurde. Dann zur Aussichtskanzel Morgensonne mit Blick zum Bärenstein und Fichtelberg, von dort links hinauf zur Autostraße und in 1 Min. rechts zum vom Wald umgebenen Berghotel Scheibenberg mit
Aussichtsturm, 25 Min. ab erwähnter Schutzhütte.
Vom Gipfel auf rot bez. Weg zügig bergab, teils mittels Treppen, über die Autostraße bei einer Sprungschanze, ein zweites Mal über die Straße, bis man in einer Linkskurve erneut auf diese trifft. Hier zweigt rechts ein grün bez. Fahrweg ab, quert unterhalb der Sprungschanze und erreicht einen großen Rastplatz bei den Orgelpfeifen, ¼ Std. ab Gipfel. Zurück zur Scheibenbergstraße und
neben ihr auf Fußweg abwärts. Am Waldrand dann links ein großer P, danach neben einem Park die Bergstraße geradeaus stärker hinab, nach einer S-Kurve links in die Pfarrstraße, vorbei an der Pfarrkirche und bei ihr rechts hinab zum Markt mit Rathaus von Scheibenberg Stadt, ¼ Std.
Von der Bus-H. an der Silberstraße / B 101 links (westwärts) neben ihr entlang, an der Abzw. Richtung Crottendorf vorbei, bis gegenüber vom Plus-Markt rechts der Schwarzenbacher Weg
abzweigt. Von den letzten Häusern in einem Linksbogen durch Wiesen und Felder weiter, wobei man Rückblicke zum Scheibenberg hat. Über eine Kreuzung (links Weg nach Unterscheibe) erreicht man noch vor dem Waldrand eine weitere Wegteilung, 25 Min. vom Markt in Scheibenberg. Hier rechts weiter Richtung Jägersruh, über die stillgelegte Bahnstrecke, nach ihr kurz links, dann gleich rechts von der Bahnlinie weg und auf einem Dammweg (ehemalige
Bahnstrecke) Richtung N. So kommt man im Wald zu einer Kreuzung mit Rastplatz, weitere 20 Min. Hier rechts auf unbez. Fahrweg ab und gleich nicht rechts zur Lichtung sondern links durch stillen Wald zur Elterleiner Straße. Neben ihr kurz nach rechts bis zur Bus-H. Brünlos. Unweit davon der Gh. Wiesners Teichwirtschaft, ¼ Std. vom letzten Rastplatz.
Gegenüber der Bus-H. vor dem Hof links auf Plattenweg ab, nach einer Rechtskurve durch einen
zweiten Hof und über die Rote Pfütze, ein Quellbach der Zschopau. Danach mündet von links ein grün mark. Weg ein, 10 Min. Geradeaus als breiter Fahrweg im Auf und Ab am oberen Rand vom Tal der Roten Pfütze ostwärts Richtung Schlettau. Schließlich kurz stärker abwärts und mittels Linkskurve vom Wald weg. Man trifft dann auf eine Asphalt-Querstraße, die rechts zur Stadt hinab führt. So erreicht man den Römerplatz. Ohne Schlossbesuch von hier rechts zur Kirche und zur B 101
mit der Bus-H. am Markt. Halblinks jedoch auf der Elterleiner Straße bzw. Hermannsdorfer Weg bis zum P für das Schloss. Hier rechts durch den Schlosspark zum Schloss selbst und nach Besichtigung durch das Stadtzentrum südwärts vorbei am Rathaus zur Bus-H. , über Schloss 1 Std. |